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Montag, 06. September 2010
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Priesmeier fordert:
„Kabel müssen in die Erde“

DASSEL, 19.07.2010: Für die geplante 380 kV-Starkstromleitungstrasse Wahle-Mecklar hat Ende Mai 2010 das Raumordnungsverfahren begonnen. Eines ist für den SPD-Bun­destags­abgeord­neten Dr. Wilhelm Priesmeier (Dassel) bereits jetzt klar: „Die Leitungen gehören auf jeden Fall unter die Erde!“ Das Raumordnungsverfah­ren hat nach Priesmeiers Anga­ben die Aufgabe, unverbindlich zu klären, wel­che Trasse für die Leitung am besten geeignet ist -  sowohl für den Netzbe­treiber Transpower Strom­übertragungsgesell­schaft als auch für die Menschen, in deren Wohn- und Lebens­bereich die Kabel ent­lang führen werden.

Priesmeier weiter: „Wir haben im Bundestag mit dem Energieleitungsausbau­gesetz (EnLAG) dafür gesorgt, dass die Trasse Wahle-Mecklar als Pilotprojekt für eine Tras­sierung mit Erdkabeln dienen kann.“  Das Niedersächsische Erd­kabelgesetz schreibt zudem zwingend vor, dass ein Netzbetreiber bereits dann die Leitungen in die Erde verlegen muss, wenn einzelne Häuser 200 Meter und Wohnsiedlungen 400 Meter von den Leitungen entfernt stehen. Priesmeier ist sich sicher: „Das weiß der Netzbetreiber Transpower, auch wenn er in den Antragsunterlagen für das Raumordnungsverfahren keine Erd­verkabelungsabschnitte dargestellt hat.“
Im Laufe des Verfahrens prüfen und vergleichen die Beteiligten mehrere Tras­sen. Und sie klären, in welchen Abschnitten die Kabel in die Erde gelegt wer­den müs­sen, was den Leitungsbau teurer macht. Der Netzbetreiber Transpo­wer will zu hohe Investitions­kosten beim Leitungsbau vermeiden - ein nach­vollziehbarer Ansatz. Zu hohe Kosten führen möglicherweise zu geringfügig höheren Strompreisen. Das darf jedoch nach Meinung des SPD-Abgeordne­ten auf keinen Fall der Maßstab für die Beurteilung einer bestmöglichen Trasse sein. Eine Gefahr für die Menschen muss ausgeschlossen sein. Priesmeier fordert deshalb, die gesetzlichen Grundlagen konse­quent zu nut­zen. Für ihn ist eines klar: „Die Kabel müssen dort in die Erde, wo Men­schen wohnen und leben!“

Das nun zu klärende Problem der geeigneten Trasse sollte nach Dr. Pries­meiers Auf­fassung auch genutzt werden, um eine weitere grundsätzliche Frage zu diskutieren: „Mittlerweile gilt es längst als innovativ, Energie als Gleichstrom zu transportieren – und nicht mehr als Wechselstrom. Mit diesem Neubauprojekt könnte Deutschland seine technische und innovative Leis­tungsfähigkeit unter Beweis stellen.“ Deshalb fordert Dr. Priesmeier den Netz­betreiber auf, nach gründlicher Prüfung die gesamte Trassenstrecke mit der Technik der Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) zu verkabeln.
 
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