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Priesmeier fordert:
„Kabel müssen in
die Erde“
DASSEL, 19.07.2010: Für die
geplante 380 kV-Starkstromleitungstrasse Wahle-Mecklar hat Ende Mai 2010 das
Raumordnungsverfahren begonnen. Eines ist für den SPD-Bundestagsabgeordneten
Dr. Wilhelm Priesmeier (Dassel) bereits jetzt klar: „Die Leitungen gehören auf
jeden Fall unter die Erde!“ Das Raumordnungsverfahren hat nach Priesmeiers
Angaben die Aufgabe, unverbindlich zu klären, welche Trasse für die Leitung
am besten geeignet ist - sowohl für den
Netzbetreiber Transpower Stromübertragungsgesellschaft
als auch für die Menschen, in deren Wohn- und Lebensbereich die Kabel entlang
führen werden.
Priesmeier weiter: „Wir haben im Bundestag mit dem
Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) dafür gesorgt, dass die Trasse
Wahle-Mecklar als Pilotprojekt für eine Trassierung mit Erdkabeln dienen
kann.“ Das Niedersächsische Erdkabelgesetz
schreibt zudem zwingend vor, dass ein Netzbetreiber bereits dann die Leitungen
in die Erde verlegen muss, wenn einzelne Häuser 200 Meter und Wohnsiedlungen
400 Meter von den Leitungen entfernt stehen. Priesmeier ist sich sicher: „Das
weiß der Netzbetreiber Transpower,
auch wenn er in den Antragsunterlagen für das Raumordnungsverfahren keine Erdverkabelungsabschnitte
dargestellt hat.“
Im Laufe des Verfahrens prüfen und vergleichen die
Beteiligten mehrere Trassen. Und sie klären, in welchen Abschnitten die
Kabel
in die Erde gelegt werden müssen, was den Leitungsbau teurer macht.
Der
Netzbetreiber Transpower will zu
hohe Investitionskosten beim Leitungsbau vermeiden - ein
nachvollziehbarer
Ansatz. Zu hohe Kosten führen möglicherweise zu geringfügig höheren
Strompreisen. Das darf jedoch nach Meinung des SPD-Abgeordneten auf
keinen
Fall der Maßstab für die Beurteilung einer bestmöglichen Trasse sein.
Eine
Gefahr für die Menschen muss ausgeschlossen sein. Priesmeier fordert
deshalb,
die gesetzlichen Grundlagen konsequent zu nutzen. Für ihn ist eines
klar:
„Die Kabel müssen dort in die Erde, wo Menschen wohnen und leben!“
Das nun zu klärende Problem der geeigneten Trasse
sollte nach Dr. Priesmeiers Auffassung auch genutzt werden, um eine
weitere
grundsätzliche Frage zu diskutieren: „Mittlerweile gilt es längst als
innovativ, Energie als Gleichstrom zu transportieren – und nicht mehr
als
Wechselstrom. Mit diesem Neubauprojekt könnte Deutschland seine
technische und
innovative Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.“ Deshalb fordert
Dr.
Priesmeier den Netzbetreiber auf, nach gründlicher Prüfung die gesamte
Trassenstrecke mit der Technik der Hochspannungsgleichstromübertragung
(HGÜ) zu
verkabeln.
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Kontakt Berlinerbüro
Dr. Wilhelm Priesmeier, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: (030) 227 - 72073
oder (030) 227 - 72075
Fax: (030) 227 - 70073
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