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Dr. Wilhelm Priesmeier MdB fordert mehr Transparenz und besseren Anlegerschutz
Finanzbranche muss Vertrauen aktiv zurückgewinnen
BERLIN, 28.01.2009. „Es ist mir unverständlich, dass Bankenvertreter immer noch so wenig auf die berechtigten Wünsche ihrer Kunden eingehen“, sagt der Bundestagsabgeordnete Dr. Priesmeier anlässlich einer öffentlichen Anhörung zum Thema „Verbraucherschutz und Finanzmärkte“ im Deutschen Bundestag.
In der Diskussion mit den Bundestagsabgeordneten machten die anwesenden Vertreter der Finanzbranche am Mittwoch nur unkonkrete Vorschläge für mehr Anlegerschutz sowie mehr Produkt- und Preistransparenz.
Dr. Priesmeier merkt angesichts dieser passiven Haltung an:
„Es ist in erster Linie die Aufgabe der Finanzbranche, verloren gegangenes Vertrauen aktiv zurückgewinnen. Es kann nicht sein, dass einige ihre Profite absichern wollen und der Staat den Rest erledigt.“
Dr. Priesmeier nimmt die Finanzbranche in die Pflicht und fordert sie auf, ihre risikoreichen Anlageprodukte zu durchforsten, ihre Preiskalkulation transparenter zu gestalten und mehr in die seriöse Beratung ihrer Kunden zu investieren.
Der Dasseler SPD-Politiker fordert auch eine eindeutige Kennzeichnung der Finanzprodukte:„Es muss für jeden direkt erkennbar sein, welche Produkte für eine langfristige Altersvorsorge, welche für die mittelfristige Geldanlage und welche für den kurzfristigen Spekulationsgewinn taugen.“
Gleichzeitig müssten Verbraucher besser vor schlechter Beratung geschützt werde. „Das Versenden 50seitiger Prospekte reicht nicht aus. Jeder Berater muss schon vor dem Erstgespräch wissen, dass er auch später für eine schlechte Beratung gerade stehen wird.“
Nach Meinung von Dr. Priesmeier muss die gesetzliche 3-Jahres-Frist, innerhalb derer Kunden Ansprüche gegen ihre Banken erheben können, erheblich verlängert werden.
Zusätzlich erforderlich sei auch die Beweislastumkehr zugunsten des Anlegers.
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