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Montag, 06. September 2010
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EU will Handel mit illegalem Holz bekämpfen
Dr. Wilhelm Priesmeier begrüßt Initiative des Landwirtschaftsministeriums
BERLIN, 02.07.2010: Das europaweite Verbot für den Handel mit Holz aus illegaler Herkunft wird kommen. Dies ist das erfreuliche Ergebnis der Verhandlungen auf europäischer Ebene. Endlich wird eine Grundlage gegen die weltweite Zerstörung von Wäldern geschaffen. Bisher blieb der Import von illegalem Holz in die Europäische Union und damit auch nach Deutschland ungeahndet. Dies wird sich nun ändern.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Wilhelm Priesmeier begrüßt, dass das zuständige Landwirtschaftsministerium sich doch noch bewegt hat. Lange Zeit sah dies nicht so aus. Auf Drängen der SPD unterstützt die Bundesregierung nun eine entsprechende EU-Verordnung. Dies ist auch ein großer Verdienst der zahlreichen Umweltorganisationen, die die Problematik des illegal geschlagenen Holzes in das Bewusstsein der politischen Entscheidungsträger und in die öffentliche Diskussion gebracht haben.
Die EU-Verordnung gegen den Handel mit illegalem Holz auf dem europäischen Markt ist trotz kleiner Mängel ein guter Startpunkt, doch der Weg bis zum Ziel ist noch weit. Der gesamte Waldflächenverlust der Erde beläuft sich laut Berechnungen der Welternährungsorganisation (FAO) auf jährlich etwa 13 Millionen Hektar. Dies entspricht ungefähr der Größe Griechenlands. Deutschlands Wälder mit insgesamt 110.000 Quadratkilometern wären innerhalb eines Jahres gerodet. Es bedarf eines couragierten Arbeitsprogramms, um den Raubbau an den Wäldern zu stoppen.
 
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