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Freitag, 18. Mai 2012
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Kinderspielzeug:
CDU/CSU und FDP verhinderten hohes Sicherheitsniveau

BERLIN, 07.12.2009. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schlägt Alarm wegen krebserregender Stoffe in Kinderspielzeug. Nach den Untersuchungsergebnissen des BfR finden sich insbesondere bei billigem Spielzeug hohe Belastungen mit sogenannten PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Diese stehen im Verdacht, krebserzeugend und erbgutverändernd zu sein.

Eigentlich sollten sichere Kinderspielzeuge selbstverständlich sein. Denn Kinder reagieren auf Chemikalien stärker als Erwachsene und die Zahl der an Krebs erkrankten Kinder steigt.

Die SPD dringt daher seit Jahren auf strengere Grenzwerte, um giftige Stoffe zurückzudrängen. Auch sollte nach Überzeugung der Sozialdemokraten eine Überprüfung der Sicherheit von Kinderspielzeugen durch unabhängige Dritte erfolgen, bevor Spielzeug auf den Markt gebracht werden darf.

Eine solche verpflichtende Drittprüfung lehnen CDU/CSU und FDP jedoch weiterhin auf EU-Ebene ab. Sie verhindern dadurch ein durchgängig hohes Sicherheitsniveau bei Spielzeug. Die Koalitionäre versagen auch auf Bundesebene. Es fehlt der politische Wille, die bisher auf drei verschiedene Ressorts verteilten Zuständigkeiten für die Spielzeugsicherheit in einem Ministerium zu bündeln. Effiziente Produktsicherheitspolitik wird so unmöglich.

Mehr Produktsicherheit lässt sich nur über schärfere EU-Grenzwerte umsetzen. Bisher liegen beispielweise die in Kinderspielzeug tolerierten Grenzwerte für PAK um den Faktor 1000 höher als die Grenzwerte bei Autoreifen. Die SPD setzt sich auf Bundes- und europäischer Ebene dafür ein, dass die in der EU-Spielzeugrichtlinie festgeschrieben Grenzwerte überarbeitet werden. Nur so lassen sich die Giftfracht und damit die Risiken für Kinder vermindern.  
 
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