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Verachtet mir die Schrecke nicht.
03.05.2005. Tierschutzbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion kommentiert „Heuschreckendiskussion“
Die aktuelle Diskussion um die Kapitalismuskritik des SPD Bundes- und Fraktionsvorsitzenden Franz Müntefering hat eine eigentümliche Wendung genommen: Eine notwendige Auseinandersetzung mit Grundsatzfragen der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung im 21. Jahrhundert ist erst einmal in den Hintergrund getreten worden. Stattdessen disputieren erregbare Geister von Wolffsohn bis Karasek darüber, ob man ausbeuterische Unternehmensplünderer mit Heuschrecken vergleichen darf.
„Dieser Vergleich ist natürlich in jeder Hinsicht inakzeptabel“, findet Dr. Wilhelm Priesmeier, Tierarzt und Tierschutzbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion. „Die Heuschrecke hat, wie manch anderes Tier auch, völlig zu Unrecht ein schlechtes Image“, erklärt Dr. Priesmeier. Zwar gelte die Heuschrecke sprichwörtlich als Plage, doch habe sie in unseren heimischen Ökosystemen eine wichtige Funktion und verdiene daher den Schutz der Menschen. „Heuschrecken sind gute Anzeiger für die Lebensraumqualität – und das kann man von so manchem profitorientierten ‚Unternehmenssanierer’ nun wahrlich nicht sagen!“
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