Vertrauen spielt bei Lebensmitteln eine große Rolle

MdB und Agrarexperte Priesmeier Redner beim Grünkohlessen der SPD Herzberg
 
MdB und Agrarexperte Priesmeier Redner beim Grünkohlessen der SPD HerzbergHERZBERG, 23.02.2015 – „Lebensmittelerzeugung in der Landwirtschaft und die Rolle des Verbrauchers“ lautete das Thema des Vortrags beim diesjährigen Grünkohlessen des SPD-Ortsvereins Herzberg. Dazu begrüßte Vorsitzender Michael Dietrich als Redner den agrarpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Wilhelm Priesmeier, im „Jägerhof“.
 
Der SPD-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Northeim-Goslar-Osterode beleuchtete an diesem Abend die einzelnen Stationen der Lebensmittelerzeugung – vom Produzenten über den Einzelhandel bis hin zum Verbraucher auf den Tisch. Priesmeier erklärte die Bedeutung der Land- und Ernährungswirtschaft für Niedersachsen als zweitwichtigster regionaler Wirtschaftszweig. Anhand der Beschäftigtenzahl verdeutlichte Priesmeier den Wandel in der Landwirtschaft in Deutschland: Waren 1950 noch 1,6 Millionen Beschäftigte in der Landwirtschaft tätig, so sind es 2013 nur noch 285 000 Beschäftigte. „88 Kilo Fleisch isst der deutsche Bürger im Jahr – 60 Kilo davon sind Schweinefleisch. Fleischessen ist ein Kennzeichen von Wohlstand“, so Priesmeier. Hat der deutsche Haushalt in den 50-er Jahren die Hälfte des Einkommens für Lebensmittel ausgegeben, so sind es heute nur 14 Prozent – skizzierte der Agrarsprecher der SPD das Verbraucherverhalten.  
 
Die Rolle des Verbrauchers bestimme letztendlich die Produktion der Lebensmittel. Nur was auf dem Markt nachgefragt werde, werde auch produziert, so Priesmeier. Umfragen zufolge komme es den Verbrauchern in Deutschland zuerst auf die Frische und dann auf den Preis an. „Das Vertrauen spielt dabei eine große Rolle. Von der Politik wird erwartet, dass gesunde und sichere Lebensmittel produziert werden. Das ist ein großes gesellschaftspolitisches Thema, dem wir Sozialdemokraten uns stellen“, erklärt Priesmeier. Deshalb setze die SPD zunehmend auf regionale Produktion und auf die Förderung regionaler Produkte, sodass die Wertschöpfung vor Ort entstehe.
 
Die Kennzeichnung der Inhaltsstoffe, Gentechnik in Lebensmitteln, die neue Allergen-Kennzeichnung, die demnächst im April startende Fleischkennzeichnung sowie die Tierschutzlabel waren weitere Felder, über die Priesmeier die Gäste informierte und anschließend mit ihnen diskutierte.
 
MdB und Agrarexperte Priesmeier Redner beim Grünkohlessen der SPD Herzberg„Es gibt kein Land in Europa, wo man so vielfältige und unterschiedliche Produkte kaufen kann, wie in Deutschland. Grundlage hierfür sind die Landwirte und das produzierende Gewerbe. Jeder Verbraucher trägt durch seinen Einkauf dazu bei. Jeder mündige Verbraucher sollte sich deshalb beim Einkauf fragen: muss ich so viel Fleisch essen, wie wurde das Tier gehalten, wo wurde die Wurst produziert? Dieses Bewusstsein gilt es zu schärfen. Das Einkaufen regionaler und saisonaler Produkte hilft nicht nur der Umwelt, sondern auch unserer Region“, appellierte Priesmeier abschließend.
 
BU: Als Dankeschön erhielt MdB Dr. Priesmeier vom Vorsitzenden Michael Dietrich und stellvertretenden Vorsitzenden Lars Lübbecke einen Präsentkorb mit regionalen Herzberger Spezialitäten.

 

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