Ohne Geld muss BIG die erfolgreiche Arbeit einstellen

MdB Priesmeier sagt Unterstützung für Betreuungsinitiative der Gemeinde Bad Grund (BIG) zu

Besuch der Betreuungsinitiative der Gemeinde Bad Grund (BIG)Gittelde, 16.01.2014 – „Hier geht es um die Menschen. Diese Beschäftigungsinitiative ist eine herausragende Einrichtung, die mit Erfolg und Engagement agiert. Ich werde auf kurzem Wege mit der Staatssekretärin im Sozialministerium, Gabriele Lösekrug-Möller, sprechen. Schließlich kommt sie aus meinem Nachbarwahlkreis“, versprach Wilhelm Priesmeier bei seinem Besuch der Betreuungsinitiative der Gemeinde Bad Grund (BIG). 2012 erschwerte die Kürzung der Eingliederungshilfen für Langzeitarbeitslose um die Hälfte der BIG die Arbeit, doch seit der gänzlichen Einstellung der Fördermittel muss die Initiative auf ihre Rücklagen zurückgreifen. Zum Jahresende 2014 droht der Initiative nun das Aus. Priesmeier könne kein Geld versprechen, doch sieht der SPD-Bundestagsabgeordnete durchaus noch Möglichkeiten, denn die Schwerpunkte im Bundessozialhaushalt seien noch nicht festgelegt. Es gebe noch Bewegung und man müsse überlegen, wie solche Projekte prinzipiell im Haushalt darzustellen sind. Er werde sich für das Projekt einsetzen.  

„Ende 2014 wird der Topf leer sein“, schilderte BIG-Geschäftsführer Joachim Grupe dem SPD-Bundestagsabgeordneten die prekäre Situation der Betreuungseinrichtung. Gemeinsam mit Bürgermeister Harald Dietzmann, SPD-Fraktionschef Herbert Lohrberg und dem ersten stellvertretenden Landrat Klaus Liebing habe er Wilhelm Priesmeier eingeladen, um auf höchster Ebene deutlich zu machen, was alles verloren gehe, sollten die Gelder endgültig versiegen. Begonnen hatte BIG 1994 als Jugendprojekt „Arbeit und Lernen“. Das Konzept überzeugte, sodass 1998 die Beschäftigungsinitiative gegründet wurde. „Von Anfang an ging es um Menschen, die Hilfe benötigen, sie zu betreuen und nicht zu verhätscheln. Fördern und fordern ist das Ziel, und wir haben alles daran gesetzt, sie in Lohn und Brot zu bringen. Die gute Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt sorgte einst für gute Vermittlungsquoten“, zeigte Grupe die Entwicklung der Initiative auf, die sich nun um Langzeitarbeitslose, Sozialhilfeempfänger und Menschen mit Migrationshintergrund kümmere. „Diese Menschen sind auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr zu vermitteln. Doch sie dürfen nicht als billige Arbeitskräfte, sondern als Personen, denen man helfen muss, angesehen werden“, erklärte der Geschäftsführer.

Besuch der Betreuungsinitiative der Gemeinde Bad Grund (BIG)20 Personen werden aktuell von Tischlermeister Mund und Jugendpflegerin Melanie Henschel sowie einigen ehrenamtlich tätigen Vereinsmitgliedern betreut. Darauf bedacht, nicht in Konkurrenz zur heimischen Wirtschaft zu treten, fertigen sie in den Werkstätten Sitzbänke oder Tische oder übernehmen anderweitige freiwillige Aufgaben der Gemeinde. Doch seit Einstellung der Fördermittel greift die Initiative auf ihre Rücklagen zurück. „Wenn Ende Juli das Geld ausgeht, gehen hier auch die Lichter aus“, so Grupe. „Ich habe große Sorge, dass unsere Kunden fallen gelassen werden. Das kostet mehr als das, was die Fortführung des Projektes kosten würde“, gibt er zu bedenken.

„Ich habe schon immer kritisiert, dass man sich nur an der Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeitszahlen orientiert und nicht die eigentlichen Probleme in Angriff nimmt. Es gab in den vergangenen vier Jahren kein politisches Konzept, wie man mit Langzeitarbeitslosen umgehen will. Jede Projektförderung ist auf drei Jahre begrenzt, doch was kommt danach? Ich bin beeindruckt, wie viel Kompetenz hier vorhanden ist und was hier geleistet wurde. Solche guten Projekte gehören einfach weiter finanziert“, unterstreicht Priesmeier seine Unterstützung für die BIG.

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