Bundes-Agrarhaushalt 2014:

Mehr Geld für heimische Eiweißpflanzen
24062014 PM AgrarhaushaltRegion, 24.06.2014  – „Mit dem Agrarhaushalt 2014, den wir heute im Bundestag abschließend beraten, setzen wir neue Akzente. 3 Millionen Euro stellen wir in diesem Jahr bereit, um den Anbau von Sojabohnen und alternativen Eiweißpflanzen in Deutschland zu fördern und wettbewerbsfähig zu machen“, erklärt der agrarpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und hiesige Bundestagsabgeordnete, Wilhelm Priesmeier.

„Der Anbau von heimischen Eiweißpflanzen wie Ackerbohnen, Futtererbsen, Lupinen- und Kleearten sowie Luzernen und Wicken, sogenannte Leguminosen, ist nicht nur vor dem Hintergrund der Versorgungssicherheit interessant. Eiweißpflanzen tragen zum Schutz von Umwelt und Klima bei. Sie verbessern Bodenfruchtbarkeit und Kohlenstoffbilanz und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Außerdem wird der Verbrauch an Stickstoffdünger und die Emission von Treibhausgasen signifikant verringert. Gleichzeitig vermindert der Anbau von Eiweißpflanzen die Abhängigkeiten von Rohstoffimporten, bei denen es sich meist um gentechnisch verändertes Soja handelt.

Bisher ist der Bedarf an eiweißhaltigen Futtermitteln nur über den Import zu decken. In Deutschland werden 17 Prozent der Futtermittel importiert, in der Hauptsache Soja. Rund zwei Millionen Tonnen importiertes Soja-Extraktionsschrot landen pro Jahr in deutschen Tiertrögen. 80 Prozent der Sojaimporte kommen aus Südamerika – mit Brasilien als Hauptlieferant. Um sie anzubauen, werden in Südamerika wertvolle Wälder und artenreiche Savannen zerstört.

Leguminosen wachsen gerade einmal auf knapp drei Prozent der gesamten Ackerfläche in Deutschland, Tendenz sinkend. Das muss anders werden. Effizientes Saatgut und entsprechende Beratungsleistungen für die Landwirte sind nötig, um den Anbau von Leguminosen weiterzuentwickeln. Damit ein Wissenstransfer stattfindet, fördern wir bundesweite Demonstrationsnetzwerke (ein erstes Netzwerk gibt es bereits für Sojabohnen), in denen sich ökologisch und konventionell wirtschaftende Eiweißpflanzenbetriebe organisieren. Auf sogenannten Leuchtturmbetrieben können sich Landwirte und Berater eine große Vielzahl verschiedener Leguminosen in unterschiedlichen Varianten und Anbauweisen anschauen. Mit den Projekten sollen praxistaugliche Anbaukonzepte gesammelt werden, bei denen der Leguminosen-Anbau nachhaltig und naturverträglich in Fruchtfolgen integriert wird. Solche vielfältigen Fruchtfolgen tragen zum Erhalt der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft und zum Klima- und Umweltschutz bei.

Bisher wurden diesbezügliche Modell- und Forschungsvorhaben aus dem Bundesprogramm „Förderung des ökologischen Landbaus und anderer nachhaltiger Formen der Landwirtschaft“ (BÖLN) finanziert. Dessen finanzieller Spielraum (17 Millionen Euro im laufenden Jahr) haben wir mit der Einführung des neuen Haushaltstitels „Eiweißpflanzenstrategie“ erweitert.

Auch für die nationale und internationale Waldpolitik wurden verschiedene Maßnahmen mit einem Finanzvolumen von elf Millionen Euro beschlossen. Hier werden wir den Prozess der Mittelvergabe an Partner und Organisationen konstruktiv begleiten und Transparenz einfordern, damit diese Mittel tatsächlich dem Wald zugutekommen, um ihn wie im Koalitionsvertrag vereinbart, zu schützen und zu erhalten“, so Priesmeier.
 

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