„Roswitha – das ist Poesie!“

Roswitha-Preis 2013 geht an Ulrike Draesner / MdB Priesmeier gratuliert 38. Preisträgerin

Bürgermeister Heinz-Gerhard Ehmen mit Preisträgerin Dr. Ulrike DraesnerBad Gandersheim, 01.11.2013 – „Er ist der älteste und bedeutendste Literaturpreis Deutschlands, der ausschließlich an Frauen vergeben wird, und auf der Liste der Preisträgerinnen sind deshalb die bedeutendsten Schriftstellerinnen Deutschlands zu finden. Ich bin sehr stolz darauf, dass die Stadt Bad Gandersheim seit 1973 dieses kulturelle Kleinod aufrecht hält. Mit der Verleihung des Roswitha-Preises wird jedes Jahr neu eine herausragende literarische Einzelleistung gewürdigt, die über die Landesgrenzen hinaus strahlt und somit Bad Gandersheim und die gesamte Region – neben den Domfestspielen – als Ort der Kultur bekannt macht“, sagt Wilhelm Priesmeier bei der Verleihung des 38. Roswitha-Preises in der Stiftskirche.

Seit 1973 verleiht die Stadt Bad Gandersheim diesen Literaturpreis, der auf Anregung des einstigen Bundespräsidenten Gustav Heinemann, von den Stadtvätern ins Leben gerufen wurde und heutzutage mit 5.500 Euro dotiert ist. Erste Preisträgerin – damals noch als Roswitha-Medaille – war 1973 Marie-Luise Kaschnitz. „Dieser Preis soll an die erste deutsche Dichterin, der ersten christlichen Schriftstellerin des Abendlandes und Gandersheimer Stiftsdame, Roswitha von Gandersheim, erinnern – und mit Elfriede Jelinek und Herta Müller erhielten sogar zwei spätere Literatur-Nobelpreisträgerinnen diese Auszeichnung“, freut sich Wilhelm Preismeier, das auch Niedersachsens Ministerin für Soziales, Familie, Frauen Gesundheit und Integration, Cornelia Rundt, mit ihrer Anwesenheit die Bedeutung dieser Preisverleihung unterstrich.

Preisträgerin Dr. Ulrike DraesnerLaudator Marko Pajevic hält die Schriftstellerin Ulrike Draesner für eine überaus geeignete Roswitha-Preisträgerin, da sie Mediävistin sei und über mittelalterliche Literatur promoviert habe. „Sie schafft das Kunststück, die ewige Frage nach der Literatur und nach dem Sinn zu verknüpfen mit den brennenden Fragen unserer Zeit […] ihre Prosa liest sich angenehm und ist oft vergnüglich, zieht den Leser in den Sog des Geschehens“, so Marko Pajevic.

Preisträgerin Ulrike Draesner erwiderte ihren Dank, indem sie ihre eigens dafür geschriebene Geschichte von „Roswitha“ vortrug: „[…] So sage ich Dank an die Stadt Gandersheim: sie gewährt mir einen Namen zurück, und mit ihm eine Verbindung – die Erkenntnis, wer Roswitha wirklich war.[…] Ich danke Roswitha von Gandersheim für ihre Wander- und Sprachexistenz.[…]Roswitha – das ist die Poesie.“

Ich gratuliere Preisträgerin Dr. Ulrike DraesnerWilhelm Priesmeier gratulierte Ulrike Draesner, die seit 1994 als freie Schriftstellerin in Berlin lebt, herzlich und lud sie ein, ihn doch auch einmal im Bundestag zu besuchen. „Sehr gern“, antwortete die Autorin und vielleicht dient dieser Besuch dann einmal als Grundlage für eine Geschichte…

 
Weitere Fotos finden Sie in der Fotogalerie.

#Vernetzen

 
Ich freue mich, wenn Sie mit mir Kontakt aufnehmen -
kontaktieren Sie mich doch einfach in Ihrem Lieblingsnetzwerk!
 
wpyoutube          Werden Sie mein Fan auf Facebook!          Folgen Sie mir auf Twitter!          wpgooglePlusFanSeite